Feinde der Pinguine

Pinguine als typische Tiere der Südpolarregion sind praktisch allen Menschen bekannt. Als Meeresvögel ernähren sie sich von Fischen und Krill (Kleinkrebsen), die sie unter Wasser schwimmend jagen. Aber auch sie selbst können zur Jagdbeute werden: Je nach Art und Lebensraum haben Pinguine verschiedene Fressfeinde, sowohl an Land als auch im Meer.

Ein möglicher Feind an Land

Ob ein Pinguin einen Feind an Land hat, hängt vor allem von seinen Brutgewohnheiten ab. Die erwachsenen Pinguinarten der Antarktis wie Königs- und Kaiserpinguin haben in ihren Brutkolonien keinen Feind, da es dort keine größeren Landraubtiere gibt. Alleingelassene Küken jedoch werden häufig zum Opfer großer Raubmöwen, die sich auf das Jagen dieser hilflosen Jungtiere spezialisiert haben.

Pinguine brüten nicht nur in der Antarktis, sondern auch in den südlichsten Regionen Südamerikas, zum Beispiel Patagonien, und in Südaustralien. Dort stellen Landraubtieren wie Katzen und Füchse einen ernstzunehmenden Feind dar, denn diese Tiere gelangten erst durch den Menschen auf den Kontinent und gehören nicht zum Verhaltensschema der Pinguine. Außerdem sind sie schneller als die flugunfähigen Vögel.

Ein Feind im Meer

Der Hai ist ein Feind der Pinguine.

Der Hai ist ein Feind der Pinguine.

Im Meer werden auch erwachsene Tiere von Fressfeinden gejagt. Dies sind insbesondere:

  • Orcas
  • Haie
  • Neuseeländische und Australische Seelöwen
  • Seeleoparden
  • Südliche Seebären

Bei diesen Tieren gehören Pinguine zum Beuteschema und da sie mindestens ebenso gut und schnell schwimmen können, sind sie ein regelmäßiger Feind. Auch kennen sie die Lebensgewohnheiten der Pinguine und lauern ihnen auf, wenn sie zum Fressen ins Meer gehen. Aus diesem Grund wagen sich viele Pinguine nur in großen Gruppen ins Wasser: Der Feind ist nicht weit und in der Gruppe besteht eine höhere Sicherheit.

Weitere Gefährdungen

Pinguine müssen nicht nur den Feind aus dem Tierreich fürchten. Da diese Tiere speziell an ihren jeweiligen Lebensraum angepasst sind – es gibt 17 Pinguinarten, die alle ihren eigenen Lebensraum bewohnen –, reagieren sie sehr empfindlich auf Umweltveränderungen. Die globale Klimaerwärmung beispielsweise ist für einige Arten ein größerer Feind als die tierischen Fressfeinde. Wo die Tiere auf Kälte, Eis und feste Brutplätze angewiesen sind, können sie nicht überleben, wenn diese ihnen buchstäblich unter den Füßen wegschmelzen.

Ein anderes Risiko ist die Erwägung einiger Wirtschaftszweige in großem Umfang in den Fang des Krills einzusteigen, um ihn industriell zu verarbeiten. Dieses Vorhaben würde mehreren Pinguinarten ihre Nahrungsgrundlage entziehen und sie somit erheblich gefährden.

Gefährdeter Lebensraum

In einigen Regionen außerhalb der Antarktis sind die Tiere zusätzlich durch die Einschränkung ihres Lebensraumes gefährdet – nämlich überall dort, wo Menschen sich räumlich ausbreiten oder ihre Haustiere verwildern und Pinguine jagen. Dies ist zum Beispiel in Patagonien, Galapagos und Neuseeland der Fall.

Auch die Verschmutzung der Meere, etwa durch Öl, stellt eine Gefährdung dar. Es muss also in vielerlei Hinsicht sorgfältig auf den Schutz der Pinguine geachtet werden.

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